Friedenskulturmonat 2022

Jeden September organisieren Friedensakteur*innen in Münster den „Friedenskulturmonat“.  Mit dieser Veranstaltungsreihe zu friedenspolitischen Themen unterstützen die vielen verschiedenen Gruppen und Organisationen der Stadtgesellschaft eine lebendige Friedenskultur in Münster.

Das Motto des 18. Friedenskulturmonats lautet „FRIEDEN!‟ und soll Signal und Ziel zugleich sein. Krieg, Aufrüstung, Klimakatastrophe, Migration – diese Themen beherrschen die Nachrichten in den letzten Monaten. Die Veranstaltungen greifen diese Themen auf, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und aus verschiedenen Blickwinkeln, aber immer unter dem Aspekt der gemeinsamen
Verantwortung für FRIEDEN!

Kundgebung und Kranzniederlegung

Donnerstag, 1. September, 17 Uhr

Veranstalter: DGB-Stadtverband Münster in Kooperation mit: Integrationsrat der Stadt Münster

Mit dem Antikriegstag erinnern die Gewerkschaften an den Überfall Deutschlands auf Polen und den Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939. Millionen Juden, Sinti, Roma, Homosexuelle und Gewerkschafter sind der nationalsozialistischen Ideologie zum Opfer gefallen. Millionen Soldaten und Zivilisten starben auf den Schlachtfeldern. Auch am Antikriegstag 2022 rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Gewerkschaften dazu auf, sich für Frieden, Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit einzusetzen.

Veranstaltungsort: Zwinger an der Promenade

Nein zum Krieg! Frieden schaffen ohne Waffen?!

Impuls – Gesprächsrunde – Diskussion – Musik

Mit Margot Käßmann (Theologin, Hannover), Pia Dilling (DGB Stadtverband Münster), Fridays For Future (angefragt) und Hanna Meyerholz (Liedermacherin)

Donnerstag, 1. September, 18:30 Uhr

Veranstalter: Friedensinitiativen in Münster e.V. FiM in Kooperation mit: Ev. Forum Münster e.V. | Ausschuss für Gesellschaftliche Verantwortung im Ev. Kirchenkreis Münster

Margot Käßmann bezeichnet sich selbst als eine der letzten Pazifistinnen und sagt deutlich: „Wir können uns ent-rüsten.“ Wir müssen darüber diskutieren, wie eine Beendigung des Krieges in der Ukraine erreicht werden kann. Wir müssen eine weitere Rüstungsspirale verhindern. Wir wollen Frieden schaffen!

Veranstaltungsort: Erlöserkirche, Friedrichstr. 10

Deutschland zwischen Sozial- und Rüstungsstaat

Freitag, 2. September, 19 Uhr

Veranstalter: Kulturverein Frauenstraße 24 in Kooperation mit: DGB Stadtverband Münster | DFG/VK Münster | Friedenskooperative Münster

Die Bundesregierung steht vor gewaltigen Herausforderungen: Eindämmung der Erderhitzung, Modernisierung der Infrastruktur des Landes, Lösung sozialer Probleme, Sanierung des von der Coronakrise belasteten Haushalts. Mit den beschlossenen gigantischen Rüstungsausgaben wird es kaum möglich sein, diese Aufgaben zu bewältigen. Der soziale Frieden darf nicht dem Militäretat geopfert werden! Was folgt daraus für die Friedensbewegung?

Referenten: Prof. Dr. Christoph Butterwegge (Politikwissenschaftler und Armutsforscher), Felix Oekentorp (Landessprecher der DFG/VK)

Veranstaltungsort: Aula der ESG, Breul 43

Wir nennen es KRIEG !

Zum Überfall Putins auf die Ukraine und zur „Friedenspolitik“ Russlands

Dienstag, 6. September, 19:30 Uhr

Veranstalter: Gesellschaft für bedrohte Völker, Regionalgruppe Münster in Kooperation mit: Eine-Welt-Forum Münster

Der Großangriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat Europa verändert.
Neben der aktuellen Kriegssituation steht die Vorgeschichte der Aggression im Mittelpunkt, insbesondere Putins militärisches Vorgehen in Tschetschenien, Georgien, Krim, Donbas bis zu Libyen und Syrien. Darüber hinaus wird auch die verschärfte Repressionspolitik gegenüber den indigenen Völkern Sibiriens und Menschenrechtsaktivisten beleuchtet werden.

Referierende: Winfried Nachtwei (Experte für Friedens- und Sicherheitspolitik, Münster), Tjan Zaotschnaja (GfbV-Expertin für indigene Völker in Russland, München)

Veranstaltungsort: Online-Veranstaltung, Anmeldung bitte über muenster@gfbv-rg.de

Auch in der Schule: Wege zum Frieden

Friedenspädagogik als Unterrichtsprojekt

Mittwoch, 7. September, 15 bis 18 Uhr

Veranstalter: Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Münster in Kooperation mit: Ev. Forum Münster e.V. (efm) | Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Friedensbildung ist Grundauftrag der Schulen. Dabei haben die Lehrkräfte aller Fächer eine Schlüsselrolle. Die Veranstaltung gibt Einblick ins Konzept der Friedensschule Münster und die Arbeit der Referent*innen für Friedensbildung. Gemeinsam werden die Beiträge der verschiedenen Fächergruppen zur Friedensbildung bedacht und Konzepte zur  Verankerung der Friedensbildung in der Schullandschaft weiterentwickelt.
Referierende: Dr. Rainer Eckel, Friederike Eckel, Christine Engelmann (Friedensschule), Dr. Dieter Kinkelbur, Nina Kliemke, Malte Lojewsky, Leitung: Ralf Fischer

Aktueller Hinweis: Der Workshop muss leider ausfallen.

Rückfragen bitte über Tel.: 0251 / 51028540

VIVAT PAX

Spektakel zum Westfälischen Frieden 1648

Samstag, 10. September, 13 Uhr und 15 Uhr

Veranstalter: Stadtheimatbund Münster e.V.

Es lebe der Friede! Die Hölle muss leer sein, denn alle Teufel sind in Münster.
Nicht die Herrschenden, sondern das Volk auf der Straße kommt in diesem Spektakel zu Wort. Die Menschen erfahren die Gräuel des Dreißigjährigen Krieges, kommentieren die Friedensverhandlungen und erleben die Verkündigung des Westfälischen Friedens. Auf eindringliche Weise werden Tatsachen und Erfahrungen aus der Geschichte vergleichbar und Übertragungen in das aktuelle Weltgeschehen möglich gemacht.
Über allem steht „VIVAT PAX“, denn nichts ist wichtiger als der Friede

Veranstaltungsort: Stubengasse

Sudan – Wo steht Darfur nach den Friedensvereinbarungen von Juba?

Montag, 12. September, 19 Uhr

Veranstalter: Darfur-Hilfe e.V. in Kooperation mit: Gesellschaft für bedrohte Völker – Regionalgruppe Münster

Das Friedensabkommen von Juba vom Oktober 2020 zwischen der gewählten Übergangsregierung Sudans und darfurischen Rebellenorganisationen sollte die 17 Jahre währenden Konflikte beenden. Seit dem Militärputsch im Oktober 2021 und neuen Kämpfen und Massakern fragen wir nach den Chancen auf Frieden und Versöhnung. Wir informieren über die Menschenrechtslage und humanitäre Bemühungen, darunter das Schulprojekt der Darfur-Hilfe.

Mitwirkende: Nadja Grossenbacher (Gesellschaft für bedrohte Völker, Bundesbüro), Adam Ibrahim Eltom (Darfur-Hilfe e.V.) u.a.

Veranstaltungsort: Online-Veranstaltung, Anmeldung bitte über darfur-hilfe@web.de

14. Münsteraner Friedensmahl

Samstag, 17. September, 12 Uhr

Veranstalter: Friedesinitiativen in Münster e.V. (FIM) in Kooperation mit: Integrationsrat der Stadt Münster | DGB-Stadtverband Münster | Evangelischer Kirchenkreis Münster | Stadtdekanat Münster | Schüler*innen und Lehrer*innen der Hildegardisschule

An langen Tischen begegnen sich Menschen aus Münster: Bürger*innen verschiedener Nationen, Kulturen, sozialer Schichten, Berufe und Religionen bei einem gemeinsamen Essen und zu Gesprächen über Friedensfragen.

Veranstaltungsort: Stubengasse

Klimaschutz heißt Pazifismus heißt Klimaschutz

Vortrag und Diskussion mit Bruno Kern

Mittwoch, 21. September, 19:30 Uhr

Veranstalter: pax christi in Kooperation mit: Deutsche Friedensgesellschaft / Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG/VK)

Aktuell rüsten die Gesellschaften auf, anstatt mit aller Kraft die Klimakatastrophe zu bekämpfen. Gleichzeitig verschärfen die Klimaveränderungen selbst die Gefahr kriegerischer Konflikte, die dann mit knapper werdenden Ressourcen geführt werden. Dazu gesellt sich ein Ökoimperialismus, ein Wettlauf um Rohstoffund Energieressourcen für den Umbau zu einer „grünen Wirtschaft“. Bruno Kern von der Initiative Ökosozialismus fordert, der militärischen Logik insgesamt eine Absage zu erteilen und gleichzeitig den industriellen Rückbau voranzutreiben, eine industrielle und eine militärische Abrüstung.

Veranstaltungsort: Saal im Paul-GerhardtHaus, Friedrichstr. 10

„Die Tage kommen und gehen“

Lesung und Gespräch mit Hemley Boum (Kamerun)

Sonntag, 25. September, 12 Uhr

Veranstalter: Afrikanische Perspektiven e.V. in Kooperation mit: VHS | Eine-Welt-Forum Münster e.V.

In ihrem Roman „Die Tage kommen und gehen“ erzählt die Autorin Hemley Boum von Männern und Frauen in Kamerun, die in den sechziger Jahren ihr Land in die Unabhängigkeit führten. Konfrontiert mit der westlichen Moderne und dem Verlust der Traditionen bestimmen Geld und Macht das Handeln
der Eliten. Der Preis ist eine orientierungslose Jugend ohne Zukunftschancen, der die Terrorgruppe Boko Haram scheinbar Halt bietet. Die Kulturwissenschaftlerin Joyce Noufélé spricht mit Hemley Boum über den Roman und diskutiert Möglichkeiten, eine friedliche Entwicklung zu befördern.

Veranstaltungsort: Studiobühne der Universität, Domplatz 23, 48143 Münster

Koordination & Redaktion:

Rixa Borns · FiM | Daniel Hügel · pax christi DV Münster (V.i.S.d.P) muenster@paxchristi.de 0251-511420

Das Netzwerk

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